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vor acht Jahren traten Arbeiter des Platinminenbetreibers LONMIN in einen Streik und forderten ein Gespräch mit dem Management ihres Arbeitgebers, um ihr Anliegen nach menschenwürdiger Bezahlung für die Arbeit unter Tage direkt vorbringen zu können. Nach zehn Tagen beendete die südafrikanische Polizei den Streik mit dem ersten Polizei- Massaker im Südafrika der Postapartheidära, dem am 16. August 2012 34 Männer zum Opfer fielen.
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Marikana und Südafrika: Acht Jahre später
Von Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA. Acht Jahre sind vergangen seit dem 16. August 2012, jenem Nachmittag, an dem die südafrikanische Polizei, angestachelt von Hardlinern in der Regierung und im Bergbausektor beschloss, einen lang anhaltenden Streik der Minenarbeiter von Marikana gewaltsam zu beenden: 34 Bergleute fielen den gezielten Schüssen der Polizei an jenem Nachmittag zu Opfer. Seitdem hat der 16. August eine besondere Bedeutung im kollektiven Gedächtnis erhalten, denn Marikana stellt das erste und bis jetzt größte Massaker der politischen Post-Apartheid-Ära dar, vergleichbar in ihrer Tragweite mit den Massakern von Sharpeville im Jahr 1960 und Soweto im Jahr 1976.
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Damit wir es nicht vergessen: Versprechen ohne Handeln
Von Bischof Johannes Seoka. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Es sind nun acht Jahre seit dem Massaker von Marikana vergangen, das das Leben unschuldiger Minenarbeiter*innen forderte, deren Todesursache eine Forderung nach einem gerechten Lohn war. Obwohl Sibanye-Stillwater das Unternehmen Lonmin mit dem Versprechen aufgekauft hat, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen, wurden keine nennenswerten strukturellen Verbesserungen vorgenommen, um die Ursachen für den Streik und das Massaker zu adressieren.
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Acht Jahre später, immer noch keine Gerechtigkeit
Tödlicher Austausch von Waffen und Platin-Profiten zwischen London und Marikana geht weiter. Von Daniel Selwyn, Marikana Solidarity Collective (London). m Sonntag, den 16. August 2020, dem achten Jahrestag des Massakers von Marikana, wird ein Kollektiv von Organisationen und Einzelpersonen vor der südafrikanischen Botschaft auf dem Londoner Trafalgar Square eine Mahnwache unter Beachtung von Corona-Regeln abhalten.
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Das Grundeinkommen (BIG) und seine möglichen Auswirkungen auf Marikana
von Simone Knapp, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA. Weltweit ist das Grundeinkommen wieder im Gespräch, sei es als Notsicherung für eine kurze Zeit oder als langfristige Absicherung für die gesamte Bevölkerung. Die Entwicklungsagentur der Vereinten Nationen UNDP etwa schlägt in ihrem jüngst veröffentlichten Bericht ein zeitlich begrenztes Grundeinkommen für Arme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor. Was würde die Einführung eines universellen, bedingungslosen Grundeinkommens etwa für die Communities in den Minenregionen, für die Minenarbeiter*innen und ihre Familien bedeuten?
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Ohne Haftung keine Wirkung
Von Tilman Massa, Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre. Zu lange konnten Unternehmen wie BASF ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten nur halbherzig nachkommen, denn Konsequenzen mussten sie nicht fürchten. Nun treten verschiedene Initiativen für gesetzliche Regelung auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene in entscheidende Phasen. Anhand der Haftungsfrage wird sich zeigen, ob die Wirtschaft oder die Zivilgesellschaft ihre Forderungen durchsetzen konnte.
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